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Als unser Chor gegründet wurde, gab es noch keine Zeitung, kein Telefon, keine modernen Transportmittel, nur allererste Versuche in der Fotografie
und sonst nicht viel. Beethoven hatte gerade seine 9. Symphonie geschrieben. Im beschaulichen Aplerbeck hatte man hingegen Großes vor. Das
Presbyterium der Gemeinde beschloss im November 1824 die Gründung eines "Sängerchores", damit die Gemeinde in den Gottesdienst zum Mitsingen ermuntert
wurde. Dazu wurde der ortsansässige Lehrer Riese gebeten, die Chorstunden zu leiten. Er wurde so zum ersten Georgskantor. Der Chor gestalte danach
unter anderem die Einweihung der Großen Kirche Aplerbeck 1869, die Einweihungen beider Orgeln. Fast zweihundert Jahre konnte der Chor durchgängig
musizieren - selbst der zweite Weltkrieg konnte im nichts anhaben. Mit Musiziererlaubnis und viel Improvisationsfreude gelang es, selbst in den
letzten Kriegsmonaten singfähig zu bleiben. Ein erhaltener Bericht aus dem Jahr 1946 belegt das und die Entbehrungen eindrucksvoll. Der Chor war in
den 1950er bis 1970er Jahren mehrfach Ausrichter der Kirchenmusiktage und einmal auch eines Bundesmusikkongresses und er sang auch zu den
entsprechenden Jubiläen der Kirchen.
Erst das Corona-Jahr 2020 brachte die Arbeit für einige Wochen wirklich zum Erliegen. Wieder bewies der Chor
Mut und Ideenreichtum. Mit enormem technischem Aufwand wurde die Große Kirche zum Proberaum. Selbst 10 Meter Abstand zwischen den Singenden konnten so
eliminiert werden, aber es war anstrengend - Technikaufbau bei jeder Probe, das Gewöhnen an die Kopfhörer und das Mikrofon, ständig Corona-Tests.
Während der Zeit war an Konzertieren hingegen nicht zu denken. Das erste Konzert unter Coronabedingungen war das Weihnachtsoratorium 2021 vor "halbem
Publikum". In diese Zeit fiel auch die Verleihung der höchsten deutschen Auszeichnung für Chöre, der Zelterplakette durch Bundespräsident Frank-Walter
Steinmeier. Verliehen wird sie an Chöre die durch fortwährendes Konzertieren und das Aufführen von Uraufführungen um das deutsche Liedgut verdient
gemacht haben. Diese Ehre hätte dem Chor bereits in den 1957 zuteilwerden können, allerdings hat aus bis heute unerklärlichen Gründen seinerzeit
niemand die bereits verliehene Ehrung entgegen genommen. Dies wurde im Oktober 2022 durch eine Delegation um den aktuellen Georgskantor Norbert
Staschik nachgeholt, sodass der Chor nun zu Recht stolz darauf sein darf, Träger dieser Auszeichnung zu sein. In diesem Galakonzert gibt es ein Best-Of aus 200 Jahren Chorgeschichte. Seid gespannt!
Eintrittspreise 15 € / 8 € ermäßigt, Karten sind ab Ende Oktober wieder erhältlich. Die bereits ausgegebenen Karten für den 15.06. behalten ihre Gültigkeit
Microsoft hat einige Dinge in in seinem Officepaket verändert. Diese Änderungen und einige weitere Dinge vollziehe ich nun auch im Kurs nach. Die genaue Veränderungsliste könnt Ihr dem Changelog entnehmen.